Erstens kommt es anders und zweitens wenn man nicht plant!

By thurnherr

Dieses Wochenende war so richtig verregnet. Es regnet seit Samstag Morgen mit Unterbrüchen und viel kann man nicht machen. Eigentlich hatten wir geplant mit dem Bus nach Redang, einer Insel in Malaysien, zu fahren. Aus diesem Grund haben wir auch schon die Tickets für den Bus gekauft.

Leider haben wir einmal mehr die Situation unterschätzt, es war nicht das erste Mal (siehe hier). Wir, Stefan und ich, haben also am Freitag Morgen alles gepackt und zur Arbeit mitgenommen. Ich habe bereits zwei Tage zuvor versucht, ein Zimmer auf der Insel und die Fähre zu reservieren, doch habe ich von den Hotels keine Antwort gekriegt. Also standen wir am Freitag Abend kurz vor 6 immer noch ohne Unterkunft da und nach einem Gespräch mit unseren Arbeitskollegen mussten wir handeln, es war ein Notfall. Wir haben uns ein paar Telefonnummern im Internet gesucht uns sind mit dem Lift zum 6-ten Stock, wo sich das „Überseetelefon“ befindet. Von dort haben wir versucht Hotels und Reisebüros in Malaysien anzurufen. Die Reisebüros waren geschlossen, die Hotels waren alle ausgebucht (es sind gerade Schulferien). Nach einer halben Stunde haben wir aufgegeben. Niedergeschlagen und enttäuscht sind wir zurück ins Büro geschlendert und haben dort unsere Möglichkeiten für das Wochenende aufgelistet: Redang, uns gegenseitig vermöbeln, nach Hause gehen.
So schlimm wars dann doch nicht und wir haben uns entschieden, dass wir am Abend zu Fabien’s Party gehen werden, da er am Montag Geburtstag hatte, lud er alle zu sich ein, wie schon an Chien’s Geburtstag
Unsere Stimmung hat sich zwar leicht verbessert, doch wussten wir immer noch nicht, was wir mit der neu gewonnenen Zeit anfangen sollten. Deshalb haben wir uns entschieden, dass wir die Teile von Singapur anschauen wollten, welche wir noch nicht gesehen hatten. Wir sind also am Samstag gegen Mittag bei strömendem Regen los. Irgendwie fühlte ich mich aber nicht so fit und deshalb haben wir uns auch nicht alles anschauen können was wir vorgesehen hatten. Bis zum Raffles, dem Gründer von Singapur, haben wir es dann doch noch geschafft.

Am Abend bin ich dann mit dem Bus nach Hause gefahren, noch kurz einkaufen gegangen für Sonntag Morgen und dann ins Bett. Dort habe ich mir ein paar wöchentliche Sendungen von SF angeschaut (Kassensturz, Rundschau, Reporter) und bin dann schlafen gegangen, was mir nicht geschadet hat. Heute fühle ich mich schon viel besser und bereit zu neuen Taten. Jetzt warte ich mal, bis sich Stefan meldet und wir losziehen können zu neuen Abenteuern. Auch wenn man egal was man macht, in Singapur nicht unbedingt von einem Abenteuer reden kann. Jemand hat mir einmal gesagt, es fehle der Zufallsfaktor, wenn man hier auf die Strasse geht, da alles perfekt geregelt ist. Mit Überraschungen kann man hier nicht rechnen.

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