Das Wochenende hat wie immer am Freitag Abend begonnen. Nachdem ich kurz alleine essen gegangen bin habe ich mich später noch mit ein paar Leuten aus dem Labor im Cafe Iguana getroffen.
Stefan wollte auch noch kommen, er war kurz vor seiner Abreise (flog am Sonntag Morgen um 2am mit Yenny). Um 9 waren wir beide da und William, ein guter Kollege von Stefan, hat uns auch gleich zwei Drinks bestellt, prompt kamen dann auch zwei riesige Gläser (ca. 1l Inhalt!). Irgendwie haben wir es dann doch noch fertig gekriegt, die Gläser zu leeren, dank der Hilfe von allen, Gottseidank. Wir sind dann nach einem weiteren Stop bei einem gemütlichen Café bald nach Hause gegangen, denn es erwartete uns ein neuer Tag. Stefan und ich wollten unseren Cheque einlösen, den wir jeden Monat vom BTI erhielten. Da ihm nicht mehr viel Zeit blieb nahmen wir von da an das Taxi. Er wollte noch Tee kaufen für einen Kollegen in einem scheinbar bekannten Teegeschäft, das mehrere Filialen in Asien besitzt. Ich habe mich dann gehütet, einen Tee zu kaufen, auch wenn mich ein Oolong Tee für S$187/300g angelacht hat. Ich habe zurückgelacht und weggeschaut. Oolong Tee schmeckt mir sowieso nicht besonders, dann doch lieber Jasmin Grüntee.
Danach bin ich mit dem Bus nach Hause gefahren, ich habe mit Steven am Nachmittag abgemacht, wir wollten auf den Mount Faber „klettern“, der höchste „Berg“ von Singapur mit 150 MüM verdient er jedoch die Bezeichung Berg nicht wirklich. Stefan ist mit dem Taxi weiter, er musste noch einen Schirm zurückgeben und danach endlich seine Koffer packen.
Ich habe mit Steven um 14h30 abgemacht, vorher kurz noch einen Carrot Cake gegessen. Es war richtig heiss, als wir losgezogen sind. Dementsprechend haben wir geschwitzt. Das Meer das uns von unten anlächelte konnte einpacken. Nach 15 Minuten waren wir oben und versuchten die Aussicht auf die Stadt und auf Sentosa geniessen. Von Aussicht kann aber nicht die Rede sein, wenn man bedenkt, dass ein paar Hochhäuser doppelt so hoch sind. Aber das sind nur Details, wir haben weiterhin die Aussicht genossen und sind der Strasse entlang spaziert.
Da Fabien in seinem Condo am Abend wieder einmal zu einer Poolparty geladen hatte sind wir danach noch ein paar Chips kaufen gegangen. Ich habe auch Allen gefragt, ob er kommen möchte, er muss 7 Tage die Woche arbeiten, die Zellen müssen jeden Tag „gefüttert“ werden. Die Zukunft sieht rosig aus, das Projekt dauert mindestens noch die nächsten 8 Monate. Steven, Allen und ich haben dann zusammen gegessen und sind danach, nach einem kleinen Abstecher in mein Condo, ich musste noch meine Badehose holen, zu Fabien’s Heim gefahren. Es kamen sehr, sehr viele Leute, von denen ich die meisten nicht kannte. Patrice war nicht dabei, da er an diesem Wochenende alleine nach Kambodia gefahren ist und Stefan hatte leider auch keine Zeit mehr zu kommen…
Nach einer kurzen Runde im Pool mit Fabien, Andrej, Chien, etc. ist dann Stefan plötzlich doch noch aufgetaucht. Er war noch kurz gekommen, um sich von allen zu verabschieden. Ich habe mich dann spontan entschieden, ihn auf den Flughafen zu begleiten, mich schnell umgezogen und schon konnte es losgehen. Wir sind mit dem Taxi zu ihm nach Hause gefahren, haben seinen Koffer abgeholt, es stand schon alles bereit. Dort wartete auch schon sein Freund, der uns auch begleitete. Danach sind wir weiter zum Flughafen, wo er noch seinen letzten Milo genoss. Seinen letzten? Zwei Milos später ging es ihm schon viel besser.
Ein paar Erinnerungsfotos haben wir noch geschossen, ich hoffe er wird sie mir schicken, bevor er durch die Passkontrolle im nichts verschwunden ist. Yenny habe ich nicht mehr gesehen, sie hatte den gleichen Flug wie Stefan, schien aber wie immer eher zur richtigen Zeit als zu früh zu sein.
Wir haben uns auf die Suche nach einem Bus gemacht, es war schon nach Mitternacht, was so viel bedeutet, dass der Taxipreis mit 1.5 mulipliziert wird, dazu kommen noch 7 Dollar Flughafentaxen. Das Ziel war wenigstens aus dem Flughafengelände rauszufahren mit dem Bus, die Zeit konnten wir nicht zurückdrehen. Das haben wir dann auch geschafft, obwohl die Busse nur noch sehr spärlich fuhren und sind mit dem Taxi nach Hause gefahren. Um ca. 01h30 war ich dann auch zu Hause und ging schlafen, denn ich hatte mir vorgenommen am Sonntag arbeiten zu gehen, was ich dann auch tat. Es war ein Traum, arbeiten am Sonntag, was gibt es schöneres. Ich habe es aber nicht vor 11 Uhr geschafft, da ich keine Lust hatte Müde zum BTI zu gehen habe ich mir die Freiheit genommen 8h zu schlafen. Über Mittag war alles ruhig, Wenyu war da und auch Allen habe ich gesehen. Am Nachmittag wurde es aber laut, immer mehr Leute tauchten auf, um zu arbeiten. Bis um 5 habe ich es ausgehalten, dann hatte ich endgültig keine Lust mehr. Ich bin essen gegangen nach Holland Village und danach nach Hause, um noch ein bisschen weiter an meinem Rapport zu schreiben. Wenn ich doch nur ein paar Tage Ferien hätte während meiner Zeit hier in Singapur. Leider sind die Gesetzte hier nicht die gleichen wie in der Schweiz und nur Festangestellte erhalten Ferien, Studenten kann man ohne weiteres für 6 Monate ohne Ferien arbeiten lassen, ich werds überleben.