Feuerwerk am Himmel

By thurnherr

Dieses Wochenende war nicht viel los, ich habe mir deshalb wieder einmal 27 Dinge vorgenommen, die ich erledigen wollte, wie z.B. putzen, Mails schreiben, etc. Den grössten Teil der Punkte auf meiner Liste habe ich aber einmal mehr auf ein anderes Datum verschoben…

Der Samstag war schnell vorüber, nachdem ich erst spät aufgestanden war. Am Nachmittag hat mich Steven gefragt, ob ich am Abend mit ihm und ein paar Freunden das Feuerwerk schauen gehen möchte, an diesem Wochenende war „Singapore Fireworks Celebrations“. Scheinbar findet dies jedes Jahr an einem Freitag und Samstag Abend statt. Dieses Jahr hat ein spanisches Unternehmen am Freitag Abend eine Show geboten und am Samstag war es dann eine chinesischee Firma. Und wenn es in Singapur ein Feuerwerk zu sehen gibt, dann stehen die Leute schlange. Das Feuerwerk ist Teil der Nationalfeiertags-Festivitäten, welche den ganzen Monat andaueren. Dieses Mal hat mich das Feuerwerk wesentlich mehr beeindruckt, als am Nationalfeiertag. Es war eine richtige Show, normalerweise hörte man den Knall der Feuerwerkskörper nicht, da die Musik so laut war. Sie dauerte ca. 15 Minuten und dabei ging ein Lichterfunke nach dem andern los, unvergesslich wars. Der Event fand auf dem Marina Bay FLoating Stadium mit 27′000 Sitzplätzen statt, welches ziemlich gefüllt war. Dazu kommen wahrscheinlich noch etliche zehntausend Zuschauer ausserhalb der Bühne. Das Stadium befindet sich direkt auf dem Wasser mit Blick auf die Skyline von Singapore, welche sich in der Nacht von ihrer schönsten Seite zeigt.
Da wir so spät kamen, dass wir fast den Anfang verpassten, „Türöffnung“ war um 17 Uhr, Beginn um 20.30 Uhr und wir kamen um 21 Uhr beim Stadium an (through a series of unfortunate events:), haben wir uns zu unterst auf ein paar freie Plätze gesetzt.
Nach dem Feuerwerk mussten wir deshalb auf den Rest der Gruppe warten, welche zwar vor uns da waren und deshalb auf ihren Plätzen sitzen konnten, aber nicht ganz unschuldig an unserer Verspätung waren.
Erst da habe ich erfahren, dass ich dank Steven ehemaliger Englischlehrerin aus Indonesien, welche nach Singapur gereist war und ein paar ehemalige Studenten treffen wollte, ein Ticket zum Feuerwerk erhalten hatte. Da die meisten um 22 Uhr seit längerem nichts gegessen hatten, hat sie vorgeschlagen was essen/trinken zu gehen, um uns unterhalten zu können, da es ihr letzter Tag in Singapur war. Wir sind bis nach Mitternacht geblieben, es war gemütlich, wir haben gegessen, getrunken, uns amüsiert und gelacht.
Am Sonntag habe ich mit Jean-Romain abgemacht, dass wir zu StarBucks gehen, um dort den Nachmittag vor unseren Laptops mit Rapport schreiben zu verbringen. Dies haben wir dann auch gemacht, manchmal mehr, manchmal werniger Effizient. Hauptsache das Gewissen war beruhigt. Und so hätte ich denn auch zufrieden schlafen gehen können am Abend, wär da nicht diese Küchenschabe gewesen, die mir die Nacht mit ihren Aktivitäten in meinem Zimmer zur Hölle gemacht hat. Gesehen habe ich sie einmal, gehört stundenlang, ich konnte sie aber um 3 Uhr morgens, als ich dann doch genug hatte von ihr, nirgends finden. Irgendwann bin ich dann doch noch eingeschlafen, in der Hoffnung, dass sie mir in der Nacht nicht zu nahe kommt. Am Montag Abend gings gleich weiter, als würde sie nur warten, bis ich mich schlafen lege. Dieses Mal wars mir aber egal, da ich so müde von der letzten Nacht war, dass mir nichts den Schlaf rauben konnte.

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